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2004-05

Presseberichte und Pressemitteilungen

  • Eine Region ist in Bewegung (siehe unten!)
    (Neue Westfälische 31.12.2005, Jahresrückblicke)
  • Teuto ohne Auto: Ein guter Anfang / Neue Tour im nächsten Jahr
    (Pressemitteilung des BUND Bielefeld, 24.6.2005)
  • "Jaaaaaa, mir san mit'm Radl da!"
    (Westfalen-Blatt 20.6.2005, OWL)
  • Tausende erleben "Teuto ohne Auto" / Heißes Pflaster Helpup
    (Lippische Landes-Zeitung 20.6.2005, Kreis Lippe)
  • "Teuto ohne Auto" ist ein Volksfest
    (NW 20.6.2005)
  • 35.000 Radler und Skater erobern B66...
    (Pressemitteilung der Bezirksregierung, 19.6.2005)
  • < Per Pedal zum Pickert | Lautlos zum Leineweber >
    (Pressemitteilung des BUND Bielefeld, 3.5.2005)
  • Startschuss 19. Juni, 10 Uhr
    Schon 41 Aktionen angemeldet
    (Pressemitteilung der Bezirksregierung, 3.5.2005)
  • "Teuto ohne Auto"
    (Webwecker Bielefeld 16.2.2005)
  • AUTOFREI: Erlebnistag 2005
    (taz Ruhr, 9.12.2004)
  • Autofrei und Spaß dabei
    (Webwecker Bielefeld 11.6.2003)
  • Das Auto bleibt in der Garage
    Initiative plant autofreien Sonntag für OWL
    (NW 7.6.2003)

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Bilder des Jahres aus Bielefeld

Straßen bauen will unsere neue Landesregierung. Radfahrer und Inlineskater frohlocken. Tausende Kilometer Asphaltpiste werden allein den Pedaltretern und Rollschuhfahrern gehören, wenn in wenigen Jahren die letzten Liter Benzin verbrannt sind. Wie es sich anfühlt zu radeln und zu skaten, ohne zu befürchten, überfahren zu werden, erlebten am Sonntag, 19. Juni, 35.000 Menschen auf der Detmolder Straße. Beim „Teuto ohne Auto" war die Strecke zwischen Sieker und Detmold für Autofahrer gesperrt.
Ob die strammen Waden des abgebildeten Herrn stramm genug waren, ihn und sein Schrumpfrad über die gesamte Strecke zu befördern, wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass der "Teuto ohne Auto" einer von zwei autofreien Tagen des vergangenen Jahres war. Beim „Run-and-roll-day" rollten und rannten 5.000 Menschen über den für maschinell angetriebene Mobile gesperrten Ostwestfalendamm, dessen Ränder mehr als 30.000 Zuschauer säumten.

Teuto ohne Auto: Ein guter Anfang / Neue Tour im nächsten Jahr

Bielefeld, Detmold. Da war erst ein autofreier Sonntag nötig: 35.000 Bewohner der Region konnten die Schönheit der Landschaft, der Höfe und Krüge am Teutoburger Wald erleben und in Ruhe genießen. Viele, die hier fast täglich mit dem Auto fahren, hatten den Ubbedisser Berg, die welligen Hänge der Stapelager Berge, den weiten Blick übers Werretal vielleicht noch nie bewusst wahrgenommen. Der überwältigende Zustrom, die große Begeisterung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat der BUND Kreisgruppe als Initiatorin Recht gegeben. Nach dem Erfolg ist der BUND NRW sicher, dass es weiter geht. Er geht davon aus, dass das Projekt "Teuto ohne Auto" ausbaufähig ist und die Bezirksregierung und Sponsoren aus der Region, die Chance aufgreifen und dass sich im nächsten Jahr noch mehr Menschen auf den Weg machen, um ihr Ostwestfalen (wieder) ganz anderes zu erleben.

Jens Jürgen Korff hat für die Bielefelder Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) das Projekt maßgeblich angestoßen und seit 2003 betrieben: "Als wir vor zweieinhalb Jahren angefangen haben, unsere Idee in Bielefeld und der Region bekannt zu machen, stießen wir zunächst auf Kopfschütteln". Regierungspräsident Andreas Wiebe erkannte, was »Teuto ohne Auto« für die Region bringen kann und hat das Vorhaben aufgegriffen.

Trotz anfänglich skeptischer Stimmen waren schließlich ca. 50 Gruppen und Unternehmen an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt. Darüber hinaus haben sich viele Vereine und Gruppen auf den Weg gemacht und zu einem bunten Bild auf der Strecke beigetragen. In Helpup war es eine Vielzahl von Bürgern aus kirchlichen, sozialen und kulturellen Gruppen, die frühzeitig attraktive Pausen -Angebote für die Freunde der Räder und Pedale auf die Beine gestellt haben. Letztlich ist die Vision des Schneeballeffektes von der Wirklichkeit bei weitem übertroffen worden.

Der BUND NRW investiert in die Zukunft

Die BUND KG Bielefeld hat auf eigene Kosten die Werbemittel professionell ausarbeiten lassen: das Logo, das Plakat, das Programmfaltblatt, die Texte für die Website und sie hat eine Vielzahl von Organisationen angesprochen. Zudem hat die Bielefelder Kreisgruppe einen illustrierten Streckenführer erstellt mit dem Titel »Teutoblicke – Schätze am Wege«, in dem wir die landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten zwischen Bielefeld und Detmold zeigen; das Heft ist weiterhin in der Kreisgruppe erhältlich.

Die BUNDjugend NRW hat im Rahmen ihres Projektes YOU move2 in Helpup ein Wettrennen mit kuriosen Fahrzeugen und ein Quiz veranstaltet mit dem Motto »Wer wird Mobilionär?«, an dem auch Regierungspräsident Wiebe und Bernd Meier-Lammering (Vorstandsmitglied des BUND - NRW) teilgenommen haben. Ferner probierten Jugendliche im Geschicklichkeitsparcours verrückte Fahrzeuge aus und informierten sich am Stand von YOU move2 zum Thema Jugend und Mobilität.

Der BUND Detmold hat im Vorfeld maßgeblich dazu beigetragen, dass so viele Vereine ihre Angebote auf dem Detmolder Marktplatz präsentiert haben, und auf seinem eigenen Stand hat er das reiche Naturkost-Angebot der »gesunden Stadt Detmold« in den Mittelpunkt gestellt.


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Westfalen-Blatt, 20.6.2005, OWL

"Jaaaaaa, mir san mit'm Radl da!"

Mehr als 35.000 wollten den "Teuto ohne Auto" zwischen Bielefeld und Detmold erleben / Von Burgit Hörttrich
Bielefeld (WB). "Jaaa, mir san mit dem Radel da," tönte es, als die ersten 100 Zweiradfahrer in Bielefeld auf die 30 km lange Strecke gen Detmold gingen, um den "Teuto ohne Auto" zu erleben. Gegen Mittag war die Bezirksregierung als Veranstalter schon sicher, dass mehr als 20.000 Radler unterwegs waren, abends wurde die Zahl der Aktiven sogar auf mehr als 35.000 geschätzt.

Zwar durchmaßen nur die wenigsten Radler, Skater, Läufer die gesamte Distanz Bielefeld - Detmold, die meisten scherten unterwegs ein, fuhren ein Stück hin und wieder zurück, gern mit Kind und Kegel, mit dem Hund im Anhänger, gemeinsam mit dem Verein oder den Kollegen aus der Firma.
Regierungspräsident Andreas Wiebe führte die ersten Starter von Bielefeld aus an, die Informa-tions- und Kommunikationsgruppe der Bezirksregierung (IUK) nutzte den Tag als Übung, die Angehörigen waren als Streckenposten tätig. Ralf Schwarze, einer von ihnen, der an einer Querungs-stelle bei Bedarf Autofahrer über die Detmolder Straße ließ, war hochzufrieden: »Das regelt sich hier wie von selbst, Ärger gibt es nicht.«
Unverzichtbar: Sonnencreme und Mütze. Bei Temperaturen, die mittags fast schon 30 Grad erreichten, glühte der Asphalt, Getränkeverkaufsstände und Schattenplätzchen waren die beliebtesten Raststellen. Der heiße Teer machte auch den 14 Mountainbi-kern von RC Zugvogel Bielefeld und denen der Radfirma Gudereit zu schaffen: In Helpup zogen sie einen 40-Tonner 100 Meter weit -Weltrekord, wenn auch erst im zweiten »Anlauf«.
Die 20 000 Streckenpässe, die Radler abstempeln lassen konnten, waren mittags schon ausgegeben -die Bezirksregierung ließ tausende von Exemplaren fotokopieren, um alle Wünsche befriedigen zu können.
Auch die Polizei war per Rad unterwegs. Der Beamte Alexandra Ommer, der sonst in Halle Dienst tut, Dirk Wienkenhoff (Gütersloh), Jürgen Schmidt und Ludger Busch gefiel es: »So lernt man auch mal die Kollegen aus der Region kennen!« Viel zu tun gab es nicht: Drei Aktive wurden leicht verletzt -zwei Skater und eine Radlerin, alle im Bereich Pivitsheide. Bei der Bezirksregierung gingen 50 Anrufe ein: »Richtig gemeckert hat niemand.«

(Bild)
Kinderräder, Rennräder, Mountainbikes - zwischen Bielefeld und Detmold gingen gestern Tausende auf die Strecke. Fotos: Stefan Hörttrich

Bielefelder Zeitung

Bielefelder traten sieben Stunden lang mit Begeisterung in die Pedale

(Foto)
Kein Auto weit und breit: Radfahrer, Skater und Läufer hatten die 30 Kilometer zwischen Bielefeld und Detmold sieben Stunden lang für sich allein. Die Bezirksregierung als Veranstalter schätzte, dass sich insgesamt mehr als 35.000 Aktive für ein mehr oder weniger langes Stück auf die Strecke begaben.

"Das Allerschönste am Radeln ist die Pause"
35.000 gingen bei "Teuto ohne Auto" auf die Strecke / Von Burgit Höttrich

Bielefeld (WB). Die Stimmung ist gut, die Zahl der Teilnehmer übersteigt deutlich das Ziel, das sich die Bezirksregierung als Veranstalter von "Teuto ohne Auto" gesetzt hatte: Mehr als 35.000 Radler, Skater, Läufer gehen am Sonntag auf die Strecke zwischen Bielefeld und Detmold.
Viele begnügen sich mit einem Teilstück der 30 autofreien Kilometer - aber alle haben ihren Spaß. Vielfacher Wunsch zum guten Schluss: »Macht das nächstes Jahr wieder!« 20000 Teilnehmer hatte sich die Bezirksregierung als Zielmarke gesetzt und Regierungspräsident Andreas Wiebe ist zunächst auch zurückhaltend:
Beim Start spricht er von einer Gelegenheit, einmal das wahrzunehmen, was rechts und links des Weges liegt und er hofft auf »viele Mitradler«. Während er bis Detmold durchhält, gibt Bielefelds Bürgermeister Horst Grube, der mit dem Damenrad seiner Frau Annegret zum Start in Sieker gekommen ist, gleich zu: »Ich fahre nur 100 Meter mit - dann muss ich zurück an den Schreibtisch.« »Dorfsheriff« (Bezirksbeamter) Wolfgang Juffern-holz begleitet den Bürgermeister. Er hat seine Dienstmütze vorschriftsmäßig gesichert, während er selbst Helm trägt.
An der Kreuzung Feldkamp warten die ersten Gruppen auf ihre Nachzügler und nutzen die
Zeit für eine Erfrischung, denn: »Auch beim Radfahren ist das Schönste die Pause.« Dafür bietet sich das Gelände von Carolinen-Brunnen an: Dort gibt es, klar, Erfrischungen reichlich. Zudem kümmert sich Nils Härtel (Inde-pendent Bikes) um Plattfüße oder widerspenstige Schaltungen. »Nur Ersatzspeichen habe ich nicht dabei, sonst helfe ich gern,« versichert er. Die Skater vom SV Heepen zeigen auf der Aktionsfläche, wie man sicher auf den schmalen Rollen fährt, der TSV 1890 Bielefeld präsentiert extragroße »Rollen« - Rhönräder.
Tatjana Reger und Andreas Haase stempeln die Streckenpässe im Rekordtempo ab - so groß ist der Andrang. Die Pässe waren ohnedies schon mittags vergriffen, mussten eigens nachfotokopiert werden.
Iris Jacke, CDU-Mitarbeiterin, kommt glücklich in Ubbedissen an: »Ich kann gar nicht glauben, dass ich das geschafft habe.« Im Trio radeln die Grünen Dr. Inge Schulze, Rainer Kronshage und Elisabeth Rathsmann-Kronshage und schwärmten vom »Super-Erfolg«.
Drei Leichtverletzte gab es -zwei Skater, eine Radfahrerin -ansonsten blieb es bei Prellungen und Schürfwunden. Und bei Sonnenbrand. Denn einige Radler hatten weder an Schutzcreme noch an eine Kopfbedeckung gedacht. Zufriedenheit auch bei den Verkehrsingenieuren Reinhard Weitz und Wolfram Mischer von der Bezirksregierung und bei Event-Manager Thomas Lenz: »Das hätte gar nicht schöner sein können - dazu noch das herrliche Wetter...«

(Bilder)

Dominik Sträube erfrischt sich nach seiner Skater-Tour bei Carolinen-Brunnen.
Ingo Wittenbrink, Olympia-Teilnehmer und Deutscher Meister 1984, fuhr ebenfalls mit.
Andreas Ringe machte mit seinem Hund Sammy im Anhänger eine kleine Ausfahrt. Hund und Herrchen waren eigens aus Hameln angereist.
Start in Sieker: In vorderster Front Regierungspräsident Andreas Wiebe (blauer Helm, Mitte), Peter Lohmeyer (Felsenkeller, als Sponsor) und Bürgermeister Horst Grube (weißes Hemd). [Links von Wiebe, in der Zeitung nicht genannt: Hans-Jörg Kaiser (Bielefelder Verlags-Anstalt), Jens Jürgen Korff (BUND Bielefeld)]

Vierzehn Fahrradfahrer zogen 40-Tonnen-Lkw
Ein echter Weltrekord zum Jubiläum

Bielefeld (bp). Gundlach-Chef Dr. Bernhard von Schubert radelte gleich morgens um 10 Uhr von Sieker aus los - er wolte auf alle Fälle in Helpup dabei sein, wenn ein neuer Weltrekord aufgestellt wurde. Die Radlerzeitung "Aktiv Radfahren", die in seinem Hause erscheint, feiert 25-jähriges Jubiläum, und da sollte es schon etwas Besonderes sein: Vierzehn Radfahrer des RC Zugvogel und der Radfirma Gudereit wollten mit purer Muskelkraft einen 40-Tonner 100 Meter weit ziehen. So war der Plan. Der Umsetzung aber gingen umfangreiche Berechnungen voraus. Christian Smolik untersuchte im Vorfeld, wie die Taue beschaffen sein mussten, wo welcher Radler zu ziehen hatte und dass die Räder von hinten so gehalten werden müssen, dass sie nicht »hoch steigen«. Wichtig: Die Seile durften an keiner Stelle durchhängen, nichts durfte sich verheddern. Und es klappte. Wenn auch erst im zweiten Versuch, weil bei Versuch Nummer 1 ein Fußgänger nicht hinter den Absperrungen blieb und eines der Räder aus dem Takt brachte. Um so größer war der Jubel, als es geschafft war. Bernhard von Schubert: »Alles wird dokumentiert und gefilmt -vielleicht wird der Weltrekord ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.« Es fuhren und zogen: Ciftci Süleyman, Kagan und Alper Tugrul, Joscha Bauer, Marc-André Korndorf, Konstantin Pinno, Rolf Müller, Helmut Braje, Lothar Flachmann, Gerhard Elbrächter, Jürgen Opitz, Fritz Fahrmeier, Hartmut Lange, Dennis George. Rund 50 Gundlach-Mitarbeiter radelten in der Gruppe gemeinsam mit Dr. Ingeborg von Schubert mit: »Wir sind natürlich alle aktive Radfahrer!«


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Lippische Landes-Zeitung 20.6.2005, Kreis Lippe

Tausende erleben Teuto ohne Auto

(Foto)
• Detmold. Die Bielefelder Straße ein El Dorado für tausende Skater und Radler, der Marktplatz ein idealer Ort zur Stärkung, die Eisdielen an der Strecke total überlaufen - der Tag „Teuto ohne Auto" war ein großer Erfolg. Im Bild die Skaterinnen Ellen Schwitalski, Silvia Bathe, Sylvia Neidner und Anja Blech, die sich nach 30 Kilometern in Detmold stärkten, ehe sie zurück nach Bielefeld flitzten. Der BUND hatte auf dem Marktplatz ein buntes Programm mit vielen Ständen organisiert. Auf der Strecke zeichneten sich die Helpuper aus, die zeigten, wie man Fahrräder auch auf ungewöhnliche Art
nutzen kann. >- SEITEN 6+27
FOTO: HOSTERT

Lokales Westlippe
(Foto)
Schräge Designer: Matthias Ringe aus Emmerthal (links) gewann gestern den Wettbewerb von BUND-Jugend „You-Move2". Gesucht wurden in Helpup die verrücktesten Räder. FOTOS: PRIGNITZ

Heißes Pflaster Helpup

Tausende Radler und Inliner machten Stopp in Helpup
• Oerlinghausen (kap). Gerhard Elbrächters Blick verhieß Zuversicht. Gemeinsam mit Kagan Tugrul führte der einstige Helpuper Wehrführer den Rekordversuch an, der gestern eine der Hauptattraktionen auf dem heißen Pflaster der „Helpuper Meile" auf halber Strecke des „Teuto ohne Auto" war. Helpup landete im Gui-ness-Buch der Rekorde und punktete mit einem Klasse-Programm.
14 Fahrer des Radclub Deutschland, Zugvogel Bielefeld, und der Firma Gudereit schafften es, einen 40-Tonner allein mit der Kraft ihrer Muskeln über eine Strecke von 100 Metern zu bewegen.
Die Temperaturen waren beinahe ein wenig zu heiß. Und da tat eine Pause in Helpup gut, wo das wohl größte Angebot der gesamten Strecke für alle etwas zu bieten hatte. Diese Idee hatten so viele, dass vom leckeren Kuchen, der von der Arbeiterwohlfahrt und im Schatten der Helpuper Kirche angeboten wurde, schon am frühen Nachmittag nur noch Krümel zu finden waren.
Aber es gab es auch jede Menge Unterhaltung und Kurioses zu sehen. Stefan Lange, Mannschafts-Vizeweltmeister aus Braunschweig und Hessenmeister Wilko Brandt (beide 24) vollführten mit Unterstützung des Radclub Deutschland auf dem Vorplatz der Vogelsänger-Studios etwa hochklassige Trial-Vorführungen. Weder auf der Erde liegende Menschen, noch Autos oder Rampen waren Hindernisse für die Profis, die gleich dreimal mit ihren Radkünsten begeisterten.
Eigens auf den autofreien Sonntag hatte der Löschzug Helpup der Freiwilligen Feuerwehr den Tag der offenen Tür verlegt. Ein großes Vergnügen vor allem für die Kinder, die ihre Geschicklichkeit beim heißen Draht und erfrischenden Wasserspielen testen durften. Gesucht und gefunden wurde von der BUNDjugend „you-move2" außerdem der schrägste Designer. Sieger am Ende wurde Matthias Ringe, der sein selbst gebautes Liegerad mit Gaspedal von Emmerthal bei Hameln eigens in Helpup vorzeigte.
Die Gelegenheit, den 25. Geburtstag zu feiern nutzte in Helpup das Magazin „Aktiv Radfahren". Neben vielen Informationen konnten sich interessierte Besucher ihren Popo messen lassen und sich einem Body scanning unterziehen, um den wirklich richtigen Sattel und das perfekte Rad zu finden.


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Neue Westfälische 20.6.2005, Titelseite

Tausende Radfahrer erobern die Straße

„Teuto ohne Auto": 35.000 Menschen genießen die freie Fahrt zwischen Bielefeld und Detmold
•Bielefeld/Detmold (mönt). Mehr als 35.000 Menschen nutzten gestern den autofreien Erlebnistag „Teuto ohne Auto" zwischen Bielefeld-Sieker und Detmolder Marktplatz- und umgekehrt. Bei Sommerwetter radelten und skateten sie auf Bundesund Landstraßen auf einer Länge von rund 30 Kilometern.
Bis auf einige Schürfwunden und Prellungen durch Stürze verlief die erste Großveranstaltung dieser Art in Westfalen-Lippe reibungslos. Bereits beim Startschuss am Morgen in Bielefeld und Detmold machten sich mehrere hundert Radler auf den Weg - unabhängig von Alter und technischer Ausstattung.
Ein Höhepunkt war der Weltrekord, der in Helpup von 14 Radfahrern des RC Zugvogel Bielefeld aufgestellt wurde: Sie zogen unter dem Beifall tausender Schaulustiger mit Spezialrädern einen 40-Tonnen-Truck über eine Distanz von 100 Metern. Auch sonst kam die Veranstaltung sehr gut an. An den Infoständen gab es laut Bezirksregierung nur positive Rückmeldungen. Selbst die Anlieger an der Strecke hätten auf den, von der Bezirksregierung Detmold mit mehr als 50 Sponsoren, Vereinen und anderen Institutionen organisierten, autofreien Tag mit großer Gelassenheit reagiert. OWL

NW 20.6.2005, OWL-Seite

Volksfest auf heißem Asphalt

Mehr als 35.000 Menschen beim „Teuto ohne Auto" zwischen Bielefeld und Detmold
•Bielefeld (mönt/pri). Keine Wolke am Himmel und sommerliche Temperaturen haben 35.000 Menschen zum Sonntagsausflug entlang des Teutoburger Walds gelockt. Die Veranstalter hatten im Vorfeld des Aktionstages „nur" mit 20.000 Teilnehmern gerechnet.
Um sich zum „Teuto ohne Auto" enthusiastisch auf den Drahtesel zu schwingen oder in die Inline-Skates zu steigen, war es schon fast zu warm. Doch die meisten, die die sonst von vielen Autos befahrene Strecke zwischen Bielefeld-Sieker und dem Detmolder Marktplatz übernahmen, waren fast ausnahmslos zufrieden. „Ein Wunder, dass hier mal kein Auto fährt", schwärmte der Lemgoer Meikel Heine, der per Skateboard unterwegs war. „Das riecht nach einer Wiederholung."
Fahrrad, Inliner, Skateboard - auch mit ungewöhnlicheren
Verkehrsmitteln waren Leute unterwegs: Manche fuhren -schwungholend mit Langlaufstöcken - auf Skiern, unter denen Rollen angebracht waren. Eine Mutter ließ sich von ihrem Sohn ziehen: Um sie auf einem City-Roller von der Stelle zu bewegen, müsste sich der Schützling eifrig ins Zeug legen. Zwei Kinder ließen es gemütlich angehen: ein Junge saß in einem Mini-Jeep mit Elektromotor, seine Schwester in einem kleinen Formel-1 -Boliden.
Angesichts der hohen Temperaturen waren die geöffneten Lokale entlang der Strecke gut besucht. Besonders beliebt: Eisdielen - ebenso Schattenplätze neben den für den Autoverkehr gesperrten Straßen auf 30 Kilometern Länge. Viele Teilnehmer erholten sich dort nach einem Teil der Strecke, um für den restlichen Weg Kraft zu tanken.
Ziel des Veranstalters, der Bezirksregierung Detmold, war, für umweltfreundliche und gesunde Verkehrsmittel, vor allem für das Fahrrad, zu werben. Außerdem wollte die Bezirksregierung die Schönheit der Landschaft entlang des Teutoburger Waldes ins Gedächtnis rufen.
Eine der Hauptattraktionen des autofreien Sonntages gelang in Helpup: 14 Fahrer des Radclubs Deutschland, Zugvogel Bielefeld und der Firma Gude-reit wollten einen 40-Tonnen-Lastwagen allein mit Muskelkraft bewegen - über eine Strecke von hundert Metern. Angefeuert von zahlreichen Zuschauern entlang der Strecke zwischen Helpuper Kirche und Altem Krug gelang der Rekordversuch, der künftig im Guinness-buch der Rekorde auftauchen wird.

(Foto)
Jeder nach seiner Fasson: Beim „Teuto ohne Auto" von Bielefeld (großes Bild) nach Detmold (kleines) verzichteten viele auf ihr Auto, so auch Tomas Tuchel und Alexander Wormann (unten v.l.).

BIELEFELD: "Teuto ohne Auto" ist ein Volksfest

 


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Pressemitteilung der Bezirksregierung, 19.6.2005

35.000 Radler und Skater erobern B 66/L 945 zwischen Sieker und Detmold – Resonanz übertrifft alle Erwartungen - Kaiserwetter und tolle Stimmung beim ersten autofreien Sonntag in OWL

Mit einem Besucherrekord ging heute der erste autofreie Erlebnistag „Teuto ohne Auto“ zwischen Bielefeld-Sieker und Detmolder Marktplatz – und umgekehrt - über die Bühne: Mehr als 35.000 Teilnehmer nutzten nach Schätzungen von Verkehrsingenieuren das herrliche Sommerwetter, um auf Bundes- und Landstraßen auf einer Länge von rund 30 Kilometern Rad zu fahren und zu skaten. Bis auf mehrere Schürfwunden und Prellungen, die von Stürzen herrührten, verlief die erste Großveranstaltung dieser Art in Westfalen-Lippe reibungslos.

Bereits beim Startschuss um 10 Uhr in Bielefeld konnte Regierungspräsident Andreas Wiebe mehrere hundert Radler im Beisein der Hauptsponsoren und der Bürgermeister aus Bielefeld, Detmold und Leopoldshöhe begrüßen. Sie machten sich – unabhängig vom Alter sowie der technischen Ausstattung - in Richtung Detmold auf den Weg. Nach einer Stärkung in Ubbedissen auf dem Gelände von Carolinen-Brunnen wurde als nächste Station Helpup angesteuert. Hier machte der Verschönerungsverein mit seiner Ankündigung, „An uns kommt am 19. Juni keiner vorbei“ Ernst: An zahlreichen Ständen informierten BUND-Jugend, Arbeiterwohlfahrt, die Freiwillige Feuerwehr und die Kirchengemeinde über ihre Arbeit. Absoluter Höhepunkt war der Weltrekord, der in Helpup von 14 Radfahrern des RC Zugvogel Bielefeld aufgestellt wurde: Sie zogen im zweiten Anlauf unter dem Beifall tausender Schaulustiger mit Spezialrädern einen 40 Tonnen Truck über eine Distanz von 100 Metern.

Auch aus Richtung Detmold machten sich Tausende mit ihren fahrbaren Untersätzen auf den Weg, um am Volksfest in Helpup teilzunehmen oder ganz bis nach Bielefeld und zurück zu radeln. An den Infoständen der Bezirksregierung an den fünf Aktionspunkten in Sieker, Ubbedissen, Helpup, Pivitsheide und auf dem Detmolder Marktplatz hörten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meist nur positive Stimmen.

Selbst die Anlieger an der Strecke reagierten auf den von der Bezirksregierung Detmold mit mehr als 50 Sponsoren, Vereinen und anderen Institutionen initiierten autofreien Tag mit relativ großer Gelassenheit. Viele ließen ihre Autos stehen, um sich spontan aufs Rad zu setzen. Bei der Hotline gingen im Laufe des Tages rund 50 Anrufe von Bürgern ein, die beispielsweise wissen wollten, wie ihr Sohn vom Paderborner Flugplatz zu den Eltern nach Helpup fahren kann oder wie sie zum Bahnhof kommen können.

Bereits in den frühen Morgenstunden waren zahlreiche Mitarbeiter der B.A.S.-Verkehrstechnik, die „Teuto ohne Auto“ auch als Sponsoren unterstützten, im Einsatz, um Absperrgitter aufzustellen und Straßen zu sperren. Um Autofahrern, die von dem Großereignis überrascht wurden, weiterzuhelfen, erhielt das B.A.S.-Team Unterstützung von Mitarbeitern der Bezirksregierung, die sich freiwillig als Streckenposten bzw. als Ansprechpartner in den Stempelstellen gemeldet hatten. Sie wurden allerdings von dem großen Ansturm überrascht. Zwischenzeitlich waren Stempelkarten und Infomaterial vergriffen.

Auch die Bielefelder Verlagsanstalt, BVA, die vor den Vogelsänger-Studios in Helpup mit zahlreichen Aktionen Jubiläum feierte, hatten alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm gerecht zu werden. Die Verantwortlichen hätten sich keinen besseren Rahmen als „Teuto ohne Auto“ für das Ereignis vorstellen können.

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